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Update:20. Juni 2010 |
Bericht 10. Ride&BikeEs gibt drei Arten von Wetter: Das Wetter, das wir wollten, das Wetter, das wir haben und das Wetter, das der Wetterbericht angekündigt hat. Wir hatten unüberspürbaren Regen. Trotzdem konnten die Kapriolen dieses inkontinenten Wettergottes unser 10. Ride & Bike, das mit viel Engagement, Enthusiasmus und Freude organisiert wurde, nicht trüben. Punkt 08:00 war der harte Kern vor Ort, namentlich der Militärschiessanlage Bloond bei Seltisberg. Bruno und die Schreiberin suchten in einem Bunker vor dem strömenden Regen Schutz. Wir beide bauten dort trockenen Hauptes und voller Tatendrang in schimmelig freundlicher Feuchte bei teenagerträumerischem Schummerlicht unser Büro auf. Zwischenzeitlich machte sich Esther Häner mit vertrauter Effizienz daran dem durch Regina, Rene und sie selbst aufgebauten Geschicklichkeitsparcours den letzten Schliff zu geben. „Die Arena steht – bringt uns die Gladiatoren!“ Derweil nahm Waltraud Trösch Yvonne Pichler unter Ihre Fittiche um die Festwirtschaft mit gewohnter Professionalität im nahe gelegenen Unterrichtsgebäude des Militärs einzurichten. Heiner Bürgin nagelte nochmals die Regeln fest, im wahrsten Sinne des Wortes. Hatten Sie sich doch durch den Dauerregen in der Nacht abgelöst. Alsdann machte er sich mit seinen Streckenposten auf den Weg um die „Späher“ an geeigneter Stelle auszusetzen. Halt – was war denn das! Im Grau-in-grau der regnerischen Betonbunker-Landschaft fast untergehend näherte sich ein Punkt in rasantem Tempo. Ich rieb mir die Augen. Als passionierte Hypochonderin dachte ich sofort an eine akute Netzhautablösung. Gottlob - es war das Lausener Sanitätsteam, das im schlachtschiffgrauen Smart angerauscht kam – meine Netzhaut war gerettet. Nun rollten bereits die ersten Transporter an und ein geschäftiges Treiben breitete sich aus. Die Teams mussten bei uns am Büro-Bunker vorsprechen. Die von Karrer Sport gesponserten und von Riccardo und Waltraud gefertigten Buttons wurden zusammen mit einer Notfallkarte. abgegeben. Ebenfalls durfte ich mein van Gogh’sches Talent entfalten und den Pferden die Startnummer beidseits auf die Flanken malen. Benummert und beknopft wurden die Teams in die Geschicklichkeitsarena geschickt. Es war faszinierend zu sehen, wie die einzelnen Aufgaben durch die verschiedenen Teams ganz unterschiedlich gelöst wurden. Alsdann sammelte sich das Team vor unserem Bürobunker, wo es durch Bruno minutengenau auf die Strecke gestoppuhrd wurde. Hierbei galt es die vorgegebenen Tempi genau einzuhalten und dabei die knapp 10 km lange Strecke möglichst rasch zu absolvieren. Immer mehr Teilnehmer sprachen am Bürobunker vor, und es stellte sich alsbald heraus, dass das Wetter keines der angemeldeten 16 Teams von der Teilnahme abhielt – ein fettes BRAVO an alle! Das Absolvieren des Geschicklichkeitsparcours gestaltete sich gar nicht so einfach, wollte man eine möglichst hohe Punktzahl erzielen. Somit bildete sich denn auch bald ein Stau vor dem Parcours. Die Teilnehmer nahmen die Warterei im strömenden Regen gelassen. Allerdings gerieten wir bis zum Start des 16. Teams dann doch mit knapp einer Stunde in Rückstand. Nach etwa 50 Minuten kamen Claudia und Riccardo als erst gestartetes Team ins Ziel. Reiter, Pferd und Biker waren ziemlich nass und die nackten Biker Beine, vormals mit knackigen Frankfurterlis vergleichbar, steckten nun in einer Lehmpackung. Für Riccardo, der als Biker cum Grillör cum Fotograf fungierte, hiess es raus aus den nassen Klamotten, Fotoapparat um den Hals geschmissen, rein in die Küchenschürze, ran an den Grill! Mit der Zielankunft der verschiedenen Teams die durch Bruno sekundengenau gestoppt wurden, begann nun für uns das Rechnen. Wie ist jetzt das schon wieder mit dem Summieren nicht dezimaler Werte? Also wenn 12 Pence 1 Shilling sind und 20 Shillinge ergeben 1 Pfund dann zieht man 33° 10’ des leicht überspitzten Winkels auf der Zielgeraden ab, was einer Streckenzeit von 45’ 11’’ entspricht – alles korrekt oder was? - die Sanität muss her! Die Lausener Sanitätsdamen lösten die Rechenaufgaben in Windeseile und unsere arithmetisches Gnosch im Fadenkörbli mit Engelsgeduld. Die nach und nach eintreffenden Teams machten sich unverzüglich daran, die nassen Kleider gegen trockene auszutauschen und ihre Pferde in die Anhänger zu verladen. Hie und da war auch schon mal die Hilfe von Wolldecken gefragt um die etwas ängstlicheren Pferde zum Verladen zu bewegen. Die Rangverkündigung wurde auf 16:00h angesetzt. Dies gab den Teilnehmern Zeit, Ihre Pferde im Heimstall abzuladen. In der Festwirtschaft angekommen, genehmigten Bruno und ich uns zuerst mal ein Fläschchen flüssige Sonne und liessen uns eine feine Bratwurst bzw. ein saftiges Steak mit delikaten Salaten schmecken bevor wir uns am reichhaltigen Kuchenbuffet gütlich taten. Da sich mehrere Teams die gleichen Punktzahlen (Ränge 4, 9 und 12) erkämpft hatten, mussten wir uns vor der Rangverkündigung noch eine Schätzfrage ausdenken. Heiner Bürgin stellte uns eine 500er Schachtel Hufnägel zur Verfügung. Wir entnahmen 23 Nägel und warfen die anderen 477 in einen Plastikteller. Die Schätzungen der Teams lagen zwischen 480! und 999. Bei der Rangverkündigung durften die Teams von unserer Präsidentin, Nadia Räz, eine Plakette und 2 Flots in Empfang nehmen, und sich am Gabentisch - durch unsere Sponsoren ermöglicht – ein Geschenk aussuchen. Ein toller Anlass neigte sich einem sehr befriedigenden Ende zu. Der Vorstand dankt an dieser Stelle nochmals herzlichst allen Wettkämpfern, Helfern und Sponsoren. Zusammen machten sie den Anlass zu dem was er wurde – ein voller Erfolg! „Ein braver Reiter(Biker) und ein rechter Regen kommen überall durch.“ |
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