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Update:20. Juni 2010 |
Pferdesegnung vom 15. Oktober 2005„Umgeben von Elementen, die danach trachteten, ihn zu zerstören, wäre der Mensch ein Sklave geblieben, hätte das Pferd ihn nicht zum König gemacht.“ In diesem Sinne war es dem Reiterverein Dorneckberg ein Anliegen, nach 5 Jahren nun zum zweiten Mal unseren vierbeinigen Kameraden den göttlichen Segen zukommen zu lassen. Franziska Hänggi - perfekte Organisatorin dieses Anlasses - hatte als Standort den Nunningerberg und als in Gottes Namen handelnder Abbé Célestin Simbanduku, gewählt. Nomen est omen – das Wetter war céleste, also himmlisch, in jeder Beziehung, mit Temperaturen um 20 Grad C, die die herrlichen, warmen Herbstfarben des Waldes, abgesetzt durch das immer noch satte grün der Wiesen so richtig zur Geltung brachten, und - zu unserer grossen Freude – zum zahlreichen Anmarsch zu Pferd und zu Fuss verleiteten. Die Segnung war für 15:00 h angesetzt. Vorgängig hatte Franziska den Holztisch vor der Hütte gedeckt mit Lukullischem und Baccantischem. Ersteres hergestellt in den Backstuben der Vereinsmitglieder Franziska Hänggi und Susan Stalder. Ricardo und Urs machten sich derweil daran zusätzlich zur von Toni bereits installierten Pferdeanbinde noch deren weitere anzubringen. Nebenbei standen die beiden Männer unseren Gästen und ihren Vierbeinern mit Seil und Weil zur Seite; halfen ihnen beim Anbinden, konstruierten Halfter, fotografierten und boten Hand zu allerhand Nützlichem. Zwei brennende Finnenkerzen markierten den Zeremonienplatz als Abbé Simbanduku punkt 15:00 auf dem Nunningerberg eintraf. Flugs plazierte der Abbé seinen Lautsprecher an geeigneter Stelle und nominierte Franziska als Ministrantin. Pferde, etwa 20 an der Zahl, Meisterinnen und Meister stellten sich im Halbkreis auf. Es schien als ob nicht nur die Zweibeiner sondern auch die vierbeinigen Kameraden der schönen Einleitung des Abbé zuhörten. Die Zeremonie war kurz aber einfühlsam, und nach der Segenserteilung fand man sich am „Buffet“ wieder. Auch der Abbé kostete vom Angebot und liess sich vom Einen oder Andern ausfragen und/oder in ein Gespräch verwickeln. „Als der Erschaffende das Pferd erschaffen wollte, sagte er zum Winde: Dir will ich ein Wesen gebären, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen. Und er schuf das Pferd und rief ihm zu :Dich habe ich erschaffen ohnegleichen. Denn dir gehört die Liebe des Herrn der Schöpfung. Du sollst fliegen ohne Flügel, du sollst siegen ohne Schwert." Diesen letzten Satz nahmen Vicki und Viola, Martin’s Rappen, wohl etwas zu wörtlich, sah man die beiden doch plötzlich wie eine schwarze Wolke über die grüne Matte fliegen. Ein herrlicher Anblick von Freiheit und Poesie-gewordener Bewegung, der im totalen Kontrast zur nachfolgenden menschlichen Hektik stand. Selbstverständlich kamen Rosse und Meister in kürzester Zeit
wieder zusammen - unversehrt. Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch! Abschliessend möchte ich, im Namen des Vorstandes, allen guten Geistern, die diesen schönen, erinnerungswürdigen Tag möglich gemacht haben, herzlichst danken. Ursula Hale |
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