Samichlausritt RV Dorneckberg
Nach zahlreichen Besorgungen war es soweit, wir
warteten nur noch auf den Samichlaus und seinen Schmutzli. In der nebligen,
kalten Nacht waren die Glöcklein der Pferde zu hören. René und Ruth Wohlgemuth
brachten die beiden Männer in ihren Gewändern und den langen
weissen Bärten mit der Kutsche zur Hengstenweid auf den Steinig.
Dort waren bereits an die 30 Vereinsmitglieder versammelt und wärmten
sich am Feuer mit einem Becher Tee oder Glühwein auf. Dazu genossen
sie frische Gritibänzli. Der Samichlaus und der Schmutzli begrüssten
uns und stellten sich ebenfalls an das wärmende Feuer. Nachdem sie
den schweren Sack mit Nüssli, Mandarinen und Schoggeli abgestellt
hatten wurde das „Sündenbuch“ aufgeschlagen.
Gab es doch
auch für das 2004 wieder bei jedem Vereinsmitglied
ob gross oder klein, einiges zu berichten. Sei das nun, weil jemand telefonisch
kaum erreichbar ist. Ein anderer auf Wanderritten eine uralte Wanderkarte
mitführt und die ganze Gruppe auf Umwegen reiten lässt. Oder
eine andere gar dem Pferd nach dem Reiten nur 3 statt 4 Hufschuhe auszieht
und danach ihrer Stute auf die Weide nachrennen musste um auch den letzten
Hufschuh zu ergattern. Noch fragwürdiger war, wenn jemand zuerst
den Arm bricht, danach noch mit einem 3 jährigen Pferd ein Gymkhana
startet ohne den Bruch zu realisieren und dabei beim Büchsenwerfen
zum ersten mal alle Büchsen trifft. Natürlich lobte und dankte
der Samichlaus auch wieder einmal mehr allen Organisatoren und Helfern
der verschiedenen Anlässe durch das ganze Jahr. Der eine oder andere
bekam sogar ein spezielles Geschenklein. Die Verse waren dieses Jahr
nicht so überzeugend. Der arme Samichlaus musste da einiges anhören
und akzeptieren. Die einen wussten keinen Vers und die anderen mussten
sich ihren von Nicole leihen. Nicole war so lieb und hat viele Verschen
ausgedruckt um die Vergesslichen zu unterstützen. Doch diese Sprüchlein
waren oft im Walliser- oder gar Bernerdialekt und so konnten wir natürlichen
laut lachen, wenn sich jemand im Taschenlampenlicht beim lesen abmühte.
Der Samichlaus und Schmutzli setzten sich wieder auf ihr Chlausentaxi
und verabschiedeten sich. Die restlichen Mitglieder bedienten sich noch
aus dem grosszügigen Chlausensack und genossen die wärmenden
Getränke. Langsam galt es auch für die Reiter den Heimweg in
Angriff zu nehmen. War es doch sehr dunkel und kalt. Wir danken allen
Reitern, welche den Weg auf den Steinig unter die Hufe nahmen.
Ein besonderer Dank dem Wirtepaar Straumann-Spaar, welches unserem Verein
für diese Chlausenfeier den Hengstenstall mit Vorplatz zur Verfügung
gestellt hat. René und Ruth ein Dank für das Chlausentaxi.
Ebenfalls meinen Helfern Riccardo, Urs und Bruno und meinen Helferinnen
Naima, Franziska und Claudia. Ohne Hilfe gelingt ein Anlass nur halb
so gut. Es bleibt eine unvergessliche Chlausenfeier.
Bericht und Fotos: nr
13.12.2004
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