Aquilarkurs Guidence II in Bretzwil
Der Hochnebel
lies uns an jenem Morgen frösteln, als wir mit dem Transporter in Bretzwil ankamen.
Esther Häner war zur Stelle und teilte den ankommenden Teilnehmerinnen
die Boxen für ihre Vierbeiner zu. Unterdessen traf auch unser Kursleiter
Alfonso Aquilar und seine Helferin Karin ein.
Bei Kaffee und Gipfeli diskutierte die ganze Gruppe mit Alfonso über
die Probleme und Ziele mit ihren Pferden. Es stellte sich heraus, dass
die meisten bereits vom ersten Kurs profitiert haben und diese Übungen
anwendeten. Alfonso bot auch individuell Hilfe an. Sollte ein Pferd Mühe
machen in den Transporter zu steigen oder ein Hinterniss zu überwinden,
usw. so nimmt er sich dem Tier selber an und lässt die Besitzerinnen
nicht verzweifeln. Nachdem er kurz das Programm und seine Ideen bekannt
gegeben hatte, begaben wir uns in den Stall.
Wir holten unsere Pferde zur Bodenarbeit auf den Platz. Biegen, Wendungen
und Seitengänge wurden an der Hand geübt. Alfonso betreute
unsere Pferde und gab Tipps wie wir es besser machen können oder
gab uns Hinweise, wenn etwas ganz falsch durchgeführt wurde. Der
Freibergerwallach von Agnes zeigte sich kurz von seiner starken Seite,
begriff dann aber schlussendlich auch noch was von ihm verlangt wurde.
Am meisten Augen waren immer wieder auf unseren vierbeinigen Freund,
das Maultier Lotti gerichtet. Lotti lernte sehr schnell und ihre Besitzerin
strahlte vor Freude (auch die andern Teilnehmerinnen).
Nach der Bodenarbeit nahmen wir das Mittagessen im Rest Eintracht ein.
Nach kurzer Ruhepause ging es zum Reiten über. Zuerst ohne Sattel,
danach wurde richtig gesattelt und mit Sattel geritten. Aber es blieb
immer bei Halfter und Strick. Dies verlangte automatisch Beinarbeit.
Es stellte sich wieder einmal mehr heraus, dass zu viel mit den Zügeln
gearbeitet wird.
Am zweiten Tag starteten wir mit Freiheitsdressur. Nicht jedes Pferd
absolvierte die Arbeit im Round Pen gleich gerne. Einige waren sensibler,
andere wollten nicht begreifen was verlangt wird und brauchten etwas
länger bis zum Ziel.
Der Nachmittag beinhaltete wieder Arbeit an Geschicklichkeitshindernissen,
wie der Bändelivorhnag oder Plastik, usw.. An der Hand übten
wir mit unseren Pferden das durchqueren der Hindernisse ohne, dass wir
sie durchführen. Wir schickten unsere Vierbeiner durch diese Hindernisse
damit sie selber Vertrauen haben zu solchen Gegenständen. Esther
besorgte kurz vor dem Kurs zwei Holzböckli. Danke Esther. Dies erwies
sich dann als eine von den schwierigsten Aufgaben. Einige Teilnehmer
mussten viel Geduld aufbringen bis ihre Vierbeiner mit den Vorderbeinen
auf dem Böckli standen. Ebenfalls wurden alle Hindernisse unter
dem Sattel absolviert. Meine Stute meisterte die Aufgaben wie immer ohne
Probleme und am Schluss begriff sie sogar, dass man auf ein Böckli
stehen kann.
Der zweite Tag, somit auch der Kurs, neigten sich langsam dem Ende zu.
Wir versorgten unsere Pferde. Danach genossen wir vor dem Stall die Abendsonne
und stellten Alfonso unsere letzten Fragen. Mit viel Humor und guten
Tipps beantwortete er all diese Fragen. Zufrieden verabschiedeten wir
uns voneinander und hoffen auf ein nächstes Mal.
An dieser Stelle möchte ich, im Namen aller Kursbesucherinnen, Esther
und Roland Häner für die gute Organisation des Kurses danken.
Ebenfalls für Ihre zur Verfügung gestellte Infrastruktur. Ein
Dankeschön an Alfonso Aquilar und seine Dolmetscherin und Helferin
Karin. Nicht zu vergessen alle Helfer und Helferinnen welche während
des ganzen Kurses Hand anlegten. Nur so können diese Kurse auch
in Zukunft weitergeführt werden.
Bericht NR
28.10.2003
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