2-Tagesritt ins Guldental zum Bodenhof
Ein sonniger Samstag
wie im Bilderbuch. 12 Reiter und 2 Biker trafen sich gegen 10.30 Uhr
auf der „Eichhöchi“. Einige Pferde hatten bis zu diesem
Treffpunkt schon die ersten Schweissperlen auf dem Fell. Nach einer Begrüssungspause
ritten und radelten wir los in Richtung Vogelberg - Passwang. Die Pferde
trugen Ihre Reiter/Innen fleissig den Berg hinauf. Immer wieder mussten
Drähte und Tore geöffnet und geschlossen werden, was den Pferden
und Bikern als kurze Verschnaufpause diente. Meine Stute hatte sogar
die Idee eines dieser Elektrotore zu überspringen. Samt mir, Distanzsattel
und Gepäcktaschen nahm sie einen Satz. Die Idee von meiner Jessika
war ja gut, nur hätte sie mich vorwarnen sollen, was mir den Schreck
erspart hätte.
Kurz vor dem Vogelberg gab es eine Mittagspause.
Die Bäume dienten
als Anbindvorrichtung und wir setzten uns in die Sonne um uns zu verpflegen
und genossen die Aussicht über Lauwil. Die Biker nutzten die Pause
zur Erholung und waren froh, dass sie dem Passwang schon ein grosses
Stück näher gekommen sind.
Kurz darauf überquerten wir die letzten Weiden, bevor wir aus dem
Sattel stiegen und unsere Pferde in Richtung Ramiswil runter führten.
Auf halber Höhe schlugen wir den Weg ins Guldental ein. Entlang
der Scheltenstrasse, über Feldwege und Juraweiden kamen wir müde
aber zufrieden bei Marianne und Markus Wirz auf dem Bodenhof an.
Sie empfingen uns freundlich. Kaffee, kalte Getränke, Anbindvorrichtung,
Stallungen und Heuboden war bereits für uns 14 vorbereitet. Die
Pferde wurden abgesattelt und verwöhnt. Nachdem auch alle Reiter
und Biker ein wenig ausgespannt hatten, begaben wir uns zum Nachtessen
in das Restaurant Guldental. Nach dem Essen und gemütlichem Beisammensein,
machten sich einige zu Fuss auf den 2,8 Km langen Weg, zurück zum
Bodenhof. Die Restlichen blieben bis kurz vor Mitternacht im Restaurant
und fuhren dann zurück.
Wir sahen nochmals nach dem Wohl der Pferde und krochen darauf auch endlich
in unsere Schlafsäcke. Einige unserer Männer dachten noch lange
nicht an das Schlafen. Mit Witzen und Liedern wurde die Nachtunterhaltung
gestaltet. Bis schlussendlich alle so müde waren, dass automatisch
Ruhe einkehrte. Wäre da nicht Bruno’s „Gügel“ (Wecker
auf dem Natel) gewesen, welcher um 06.30 Uhr krähte, hätten
wir noch lange weitergeträumt.
Unterdessen hatte ein kurzer Regenschauer eingesetzt. Nach einem ausgiebigen
Frühstück welches wir bei Familie Wirz einnahmen, machten wir
unsere Pferde wieder startklar. Die beiden Biker räumten noch die
restlichen Sachen auf und begaben sich dann mit Auto und Anhänger
auf den Heimweg. So kam auch unser Gepäck noch am Sonntag nach Hause.
Kurz nach dem Abritt stieg der steinige Weg, steil hinauf auf den „Chratteneggen“.
Die Pferde zeigten, dass sie geländegängig sind und waren in
kurzer Zeit oben. Der Abstieg führte über Weiden in Richtung „Hof
Chratten“, dann ritten wir via Kloster Beinwil auf den Meltingerberg.
Dort wurden wir im Restaurant freundlich empfangen. Die Pferde durften
sich im Stall verpflegen und wir genossen ein letztes gemeinsames Mittagessen.
Nach dem Essen verabschiedeten sich Franziska, Riccardo, Urs und ich
von den restlichen Reitern/Innen und machten uns auf den Heimweg in Richtung
Fehren, die andern in Richtung Bretzwil, Seewen, usw.
Dieser Ritt wird
sicher allen noch lange in guter Erinnerung bleiben. Ein Danke an alle
Teilnehmer welche zu diesem schönen Ritt beigetragen
haben. Speziell möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer bei der
Organisatorin Franziska Hänggi, den Helfern Bruno Pfeiffer und Sepp
Stalder bedanken. Ein grosses Dankeschön auch der Gastfamilie Marianne
und Markus Wirz vom Bodenhof, wie auch der Familie Marianne und Hans
Borer vom Restaurant Meltingerberg.
Bericht: Nadia. Räz, Fotos der Gallery: Riccardo
Trösch
und Bruno Pfeiffer
13.10.2003
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