Ich bin da!
10½ Monate habe ich im Bauch meiner Mutter ausgeharrt.
Dann wurde es mir zu bunt. Ich hatte kaum noch Platz, um mich angemessen
zu bewegen.
Meine Mutter war mittlerweile so dick, dass sie mit dem Bauch den Türrahmen
des Stalles streifte, was mir jedesmal einen Schlag versetzte. Dann hatten
die Menschen noch die Idee, meiner Mutter würde Bewegung guttun.
Das ständige Geschaukel und Gekeuche war mir aber zu unangenehm
und zu laut.
Deshalb beschloss ich, mich früher auf den Weg nach draussen zu
machen. Am 29. April 1999 war es also soweit. Ich drehte mich also vom
Rücken auf den Bauch und rutschte kopfvoran (wie es sich gehört)
durch den Geburtskanal.
Ich habe es mir viel schwieriger vorgestellt, doch "ups", lag
ich schon im Stroh.
Wahrscheinlich heisse ich deshalb Uppsala.
So, jetzt bin ich schon zwei Wochen alt und habe ein Stockmass von ca.
45 cm.
Ich bin also sehr klein. Das ist gut so, denn so kann ich den Menschen
auf die Schoss klettern und werde dann ausgiebig gestreichelt.
Jetzt habe ich auch endlich ein Halfter bekommen. Es ist zwar ein Lamahalfter
aber es passt mir wenigstens.
Mir gefällt es sehr gut auf der Welt. Ich darf mit meiner Mutter Ukkie
und deren Freundin Rina den ganzen Tag auf der Weide spielen.
Jetzt kennt ihr mich !!! Ich bin übrigens das jüngste und kleinste
Mitglied des Reitervereins Dorneckberg. Ich wohne in Hochwald bei der Familie
Nebel und freue mich über jeden Besuch.
Liebe Grüsse an alle Vierbeiner
UPPSALA
Uppsalas weiterer Brief
Ihr habt schon lange nichts mehr von mir gehört. Ich bin mittlerweile
13 Monate alt und schon sehr"gross".
Am 27. Mai musste ich mich von meiner Mutter trennen, da ich auf die
Fohlenweide Bürten ob Reigoldswil gebracht wurde.
Dort machte ich erstmals Bekanntschaft mit andern Pferden
Diese waren aber sehr aufdringlich und vor allem gross. Sie verfolgten
mich und versuchten mich überall zu beschnuppern.
Dies machte mir Angst und deshalb gallopierte ich so schnell ich konnte
weg.
Das war nicht sehr einfach, denn es regnete in Strömen und der Boden
war sehr rutschig.
Doch kaum war ich mitten auf der Weide, was sehe ich da?! Noch viel mehr
grosse Pferde die alle an mir interessiert schienen und mir deshalb Angst
machten.
Also, rechts um kehrt gallopierte ich zurück zu meinem Meister.
Ich wollte wieder nach hause.
Dieser Hund verfolgt mich auch noch die ganze Zeit und die Weidebesitzer
versperrten mir auch noch den Weg zurück.
Deshalb blieb ich also auf dieser Weide bei den grossen Pferden.
Während dem Fressen lernte ich einen grauen Ponywallach kennen,
der nicht sehr gross war und mir auch etwas von dem Heu übrig liess.
Ich habe mich also mit ihm angefreundet und dann doch noch beschlossen,
auf der Fohlenweide zu bleiben.
Jetzt gefällt es mir sehr gut hier. Ich kann mich hier wunderbar
austoben und mit anderen Fohlen spielen!
So, jetzt seid Ihr auf dem aktuellsten Stand und ich kann in Ruhe erwachsen
werden.
Liebe Grüsse an alle Vierbeiner
UPPSALA
Liebe Grüsse Euer UPPSALA
09.07.2000
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